Hey, ich bin Susi.
Schön, dass du hier bist.
Irgendwann hatte ich genug davon,
auf den richtigen Zeitpunkt, die richtige Begleitung oder die Zustimmung anderer zu warten.
Also nahm ich mein Leben selbst in die Hand und zog allein hinaus in die Welt.
Meine Geschichte
„Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, erkenne ich einen
roten Faden, den ich damals selbst noch nicht sehen konnte.„
Wenn mich heute jemand fragt, warum ich so oft allein losziehe, antworte ich meistens mit einem Lächeln: „Weil ich irgendwann aufgehört habe, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten.“ Doch das war nicht immer so.
Schon während meiner Zeit bei der Bundeswehr spürte ich diesen Drang nach mehr. Mehr Freiheit. Mehr Abenteuer. Mehr von der Welt. Ich konnte dieses Gefühl damals noch nicht richtig beschreiben, aber ich wusste, dass ich es nicht ignorieren wollte.

Also traf ich eine Entscheidung, die viele nicht verstanden – ich kündigte und ging als AuPair in die USA. Zum ersten Mal war ich ganz allein in einem fremden Land. Ohne Familie, ohne Freunde und ohne zu wissen, was mich erwarten würde. Ich musste mich zurechtfinden, neue Menschen kennenlernen und meinen eigenen Weg finden.
Und genau dort passierte etwas, das mein Leben für immer veränderte. Ich merkte, dass ich viel stärker war, als ich immer gedacht hatte. Das ich prima allein zurecht kam. Ich fand schnell Anschluss, reiste an meinen freien Tagen durch die USA und entdeckte nicht nur neue Orte, sondern auch eine Seite an mir, die ich vorher nie kennengelernt hatte.
Nach einem Jahr kehrte ich nach Deutschland zurück, hier hielt ich es aber gerade einmal einen Monat aus. Dann zog es mich schon wieder weiter – diesmal nach Paris, wo ich zehn Monate als AuPair lebte und Französisch lernte.

Eigentlich hätte ich damals schon erkennen müssen, dass ein geradliniger Lebensweg wahrscheinlich nie zu mir passen würde. Trotzdem entschied ich mich zunächst für den klassischen Weg, jedoch mit kleinen Ausreißern. Ich absolvierte ein duales Studium im Bereich BWL & Handel in Berlin. Danach probierte ich mich als Komparsin aus und arbeitete einen Sommer als Camp Counselor in einem Summercamp in New Hampshire, USA.

Zurück in Deutschland absolvierte ich meinen Master in Marketing & Management sowie Internationaler Kommunikation. Parallel durfte ich als Bergstadtkönigin meine Wahlheimat und Universitätsstadt Freiberg repräsentieren – eine Zeit, an die ich bis heute gerne zurückdenke.
Und nach meinem Master? Da schien mein Leben plötzlich genau so zu verlaufen, wie man es sich von außen wünscht. Ich begann als Regionalverkaufsleiterin bei Aldi. Ein gutes Gehalt, Firmenwagen, Verantwortung und Karriere – Ich hatte vermeintlich alles erreicht.
Und trotzdem fühlte ich mich nicht erfüllt. Denn statt Erfüllung kam der Burnout.

Kurz darauf folgten drei Fußoperationen und sechs Monate auf Krücken. Das Leben zwang mich, langsamer zu werden. Ob es mir gefiel, oder nicht. Und als es mir wieder besser ging, begann ich eine Promotion im Marketing und arbeitete in der Lehre an der Universität. Ich mochte die Arbeit – aber tief in mir wusste ich, dass auch das nicht mein Weg war.
Dann kam dieser Morgen…
Ich war auf dem Weg zur Arbeit. Zu einem Job, der mich schon lange nicht mehr erfüllte. Plötzlich scherte ein Auto aus dem Gegenverkehr aus. Es war so nah, dass ich dem Fahrer in die Augen schauen konnte. Ein paar Minuten später stand ich zitternd auf einem Parkplatz, weinte und rief als erstes meinen Papa an. Nicht nur der Beinaheunfall hatte mich erschüttert. Es war die Erkenntnis, die mich in diesem Moment mit voller Wucht traf.
Wie schnell alles vorbei sein kann.
Und das ich mein Leben längst nicht mehr für mich lebte. Ich wartete ständig. Auf den nächsten Titel. Auf mehr Geld. Auf mehr Sicherheit. Auf den perfekten Zeitpunkt. Doch was, wenn es dieses „irgendwann„ gar nicht gab? An diesem Morgen wurde mir klar, dass ich meine Träume immer weiter nach hinten schob – für ein Leben, das sich zwar vernünftig anfühlte, aber nicht nach meinem eigenen.
Am nächsten Tag kündigte ich.

Nicht, weil ich einen perfekten Plan hatte. Den hatte ich nicht. Ich hatte Angst. Angst, dass meine Selbstständigkeit scheitern könnte. Angst, dass andere sagen würden: „Wir haben es dir doch gesagt.“ Angst, mein Erspartes zu verlieren. Aber ich hatte noch viel mehr Angst davor, eines Tages zurückzublicken und mich zu fragen: „Was wäre gewesen, wenn ich mich einfach getraut hätte?“
Also buchte ich ein One-Way-Ticket. Ich arbeitete noch einen Monat beim Radio und brach anschließend zu meiner Weltreise auf. Mein Traum war es, ortsunabhängig zu leben und mir gleichzeitig eine Selbstständigkeit im Bereich Social Media aufzubauen. Meine Reise führte mich nach Dubai, auf die Philippinen und nach Bali.
Doch auch dieses Mal lief das Leben nicht nach Plan.
Ich bekam eine Lungenentzündung und musste meine Reise abbrechen. Zurück in Deutschland hatte ich keinen Job mehr, meine Ersparnisse wurden immer weniger und ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Es fühlte sich an, als müsste ich wieder ganz von vorne anfangen.

Als ich wieder gesund war, nahm ich Jobs auf Messen und Veranstaltungen an, arbeitete als Hostess und als Travelcoordinator für WeRoad. Dadurch konnte ich wieder reisen, neue Länder entdecken und gleichzeitig etwas Geld verdienen. Später kamen Saisonjobs in der Schweiz dazu. Drei oder vier Monate intensiv arbeiten, danach wieder Zeit zum Reisen. Dieses Modell schenkte mir Freiheit, war aber trotzdem nicht die endgültige Antwort.
Denn mein Traum war nie, einfach nur möglichst viel zu reisen.
Mein Traum war immer ein selbstbestimmtes Leben.
Auch heute ist mein Weg nicht perfekt. Ich baue mir Schritt für Schritt ein ortsunabhängiges Business auf. Es gibt Zweifel. Es gibt Rückschläge. Es gibt Tage, an denen ich mich frage, ob der einfache Weg nicht leichter gewesen wäre. Und es gibt Momente, die wehtun. Als ich 2024 in Australien war, starb meine Oma. Ich war am anderen Ende der Welt und konnte nicht bei meiner Familie sein. So einsam habe ich mich selten gefühlt. Aber trotzdem würde ich keine einzige meiner Entscheidungen rückgängig machen. Nicht, weil jeder Schritt richtig war. Sondern weil mich jeder Schritt etwas gelehrt hat.
Das Umwege keine verlorene Zeit sind.
Das Scheitern dazugehört.
Das Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben.
Und, dass das Leben selten geradlinig verläuft.
Genau deshalb gibt es susilouwandering. Ich möchte Frauen zeigen, dass sie nicht auf den perfekten Moment warten müssen. Das sie Dinge ausprobieren dürfen. Das sie scheitern dürfen. Und das jeder Neuanfang eine neue Chance sein kann.
Vielleicht träumst du schon lange davon, allein zu reisen. Vielleicht wünschst du dir einfach mehr Freiheit. Oder vielleicht hast du nur das Gefühl, dass da noch mehr auf dich wartet. Aber egal, wo du gerade stehst: Ich wünsche mir, dass meine Geschichte dir den Mut gibt, den ersten Schritt zu gehen. Denn ich weiß heute eines ganz sicher:
Was ich auf meinem Weg gelernt habe.
Das Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben.
Das Freiheit wichtiger sein kann als ein perfekter Lebenslauf.
Das Umwege keine verlorene Zeit sind.
Das wir oft viel stärker sind, als wir glauben.
Das Reisen uns verändert – wenn wir es zulassen.
10 Fakten über mich
🧭 Lebensmotto – Und folge immer dem kleinen Kompass in deinem Herzen.
🦘 Lieblingsland – Australien
🇺🇸 Die USA waren das erste Land, das mir gezeigt hat, wie groß die Welt wirklich ist.
😌 Mir wird schnell langweilig, wenn ich zu lang an einem Ort bin.
🌍 Freiheit bedeutet für mich mehr als Reisen.
🗺️ Ich plane nicht mein ganzes Leben. Meistens nur den nächsten mutigen Schritt.
🚗 Ich liebe Roadtrips. Meine längste Strecke waren einmal 1200km an einem Tag.
🌴 Bali ist der Ort, an den es mich immer wieder zurückzieht.
🌊 Lieber Meer statt Berge – aber am besten beides.
❤️ Ich glaube, dass Umwege oft die schönsten Geschichten schreiben.
Mein WARUM
Ich wünsche mir, dass mehr Frauen den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen. Nicht weil Reisen jedes Problem löst, sondern weil wir oft erst außerhalb unserer Komfortzone merken, wie viel eigentlich in uns steckt.
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